Ein Raum zum Lernen für die Kleinsten

RAC Lüneburg

Der Lüneburger-Club hat während Corona ein Lernpaten Programm auf die Beine gestellt.

Von Pia Kober | RAC Lüneburg

Die Schulschließungen und die vielen Wochen des Homeschoolings haben große Auswirkungen auf die soziale Ungleichheit in Schulen. Viele Eltern können ihre Kinder nur wenig bei den Schulaufgaben unterstützen. Deshalb hat die Kindertafel in Lüneburg Anfang Mai das Pilotprojekt “LernRaum” gestartet. Die Kinder im Grundschulalter konnten bis zu den Sommerferien jeden Wochentag für eine Stunde Lernzeit angemeldet werden. Jedes der gleichzeitig maximal fünfzehn Kinder arbeitete in einer Eins-zu-eins Betreuung mit einer Lernpatin oder einem Lernpaten zusammen. Dabei wurden Wochenpläne bearbeitet, die zum Teil selbst für Erwachsene schwierig zu verstehen sind, oder Grundlagen in Mathe und Deutsch aufgeholt. Die Abstands- und Hygieneregeln wurden natürlich eingehalten. Zum Abschluss gab es für jedes Kind statt des Mittagessens, das die Kindertafel normalerweise anbietet, eine Freizeit-Tüte mit Brötchen, Obst, Gemüse sowie Spiel- und Rätsel-Material.
Der RAC Lüneburg hat den LernRaum mit vier Helferinnen unterstützt. Neben dem Aufholen von schulischen Inhalten kam dabei aber natürlich auch der Spaß nicht zu kurz. Mit Spielen zwischendurch und einem Parcours zum Abschluss wurden die täglichen Lern Sessions aufgelockert. Für viele Kinder schien es besonders wichtig, in persönlichen Kontakt zu treten und die volle Aufmerksamkeit eines Erwachsenen zu bekommen. Der LernRaum war ein guter und wichtiger Schritt, um den Kindern schnell zu helfen. Doch auch in den nächsten Wochen und Monaten wird viel Arbeit notwendig sein, um sicherzustellen, dass die Kinder weiterhin gefördert werden.

KidsCamp to go, Klappe die Erste!

Distrikt 1870



Von Ramona deGroot | RAC Kleve

Ende Juli ging es turbulent zur Sache. Da das Zeltlager Corona bedingt nicht wie geplant stattfinden konnte, organisierte das Team im Distrikt 1870 regionale Tagesausflüge für die angemeldeten Kinder. Zahlen, Daten Fakten: 3 Tage KidsCamp to go, jeweils 6 Regionen zeitgleich (Düsseldorf, Ahlen, Münster, Geldern, Oberhausen & Wesel / Dorsten), 28 Kinder, 6 Helferkinder, 24 Betreuer*innen, ca. 300km Chauffeurservice pro Tag / pro Gruppe und 10 verschiedene Locations und alles in nur 4 Wochen Vorbereitungszeit! Die Kids besuchten je nach Gruppe diverse Zoos und erhielten sogar extra Führungen von engagierten Rotarier*innen. Das war sogar ein Highlight für manch eine/n Betreuer*in. Aufgrund der Hitze war ein Wassertag nicht wegzudenken, so ging es in Freibäder und auf Wasserspielplätze über den gesamten Distrikt verteilt. Die Wildwasserbahn im Kernwasserwunderland wurde auch nicht ausgelassen. Natürlich war das Geschrei groß, aber die Abkühlung war es wert! Es gab verschiedene Grillpartys und Picknicks. Besonders auspowern konnten sich die Mädels und Jungs in Münster bei einem Selbstverteidigungskurs. Abschließend durfte aber der Ketteler Hof nicht fehlen. Hierauf freuen sich nicht nur die Kinder jedes Jahr, auch die Betreuer*innen können es kaum erwarten endlich wieder Kettcar fahren zu dürfen oder auf die diversen Rutschen mit und ohne Wasser zu gehen. Selbst das Ponyreiten lassen auch die „Großen“ nicht aus. Danke an alle Helfer für die tollen Tage! Wir können stolz auf uns sein, das auf die Beine gestellt zu haben, trotz der schweren Corona-Zeiten. Lasst uns die Daumen drücken, dass nächstes Jahr wieder ein normales Camp stattfinden kann.

Zirkus im Schuhkarton -KidsCamp 1940

Distrikt 1841

Die Zeiten des Social Distancing fordern auch uns als Rotaracter zum Umdenken. Ganz besonders eine Aktion lebt von den Menschen und den Vor-Ort Erlebnissen. Oder?

Von Pia Auer | RAC Cottbus

Februar – Die Nachrichten überschlagen sich. Die Orga-Chat-Gruppe steht nicht still. Krisentelkos! Wie gehen wir mit dieser Situation um?
Lockdown – Mecklenburg Vorpommern schließt die Landesgrenze für touristische Reisen. Unser Lagerplatz ist nicht mehr zu erreichen. Wir planen erst einmal um!
Lockerungen für die 4 Bundesländer – Jedes hat seine eigenen Regeln. Wie können wir ein Hygieneschutzkonzept fürs Camp umsetzen? Können wir es verantworten Kinder aus so vielen Regionen auf engem Raum zusammen zu bringen? Wie schaffen wir es, dass es trotz Maske Spaß macht?
Mit der Beantwortung dieser und noch vieler weiterer Fragen wurde uns klar, dass wir das KidsCamp 2020 leider nicht durchführen können.
Langsam hörten wir auch von den Terminverlegungen der anderen Camps.
Wie sagen wir es den Kindern, die sich schon so sehr freuen? Besonders in der Situation allein Zu Haus. Wie nehmen unsere Rotarischen Freunde die Nachrichten auf? Dank eines lieben Briefs unserer Kinderbeauftragten, wurde die Absage den Kindern kommuniziert.
Im Hintergrund rauchten die Köpfe um den Kids auch ohne Camp die Sommerferien zu versüßen.
Zirkus im Schuhkarton! Wenn das Päckchen geöffnet wird, wurden die Kids mit Konfetti und einem süß gestaltetem Programmheftchen überrascht. Nach Altersgruppen sortiert bekam jede*r ein spannendes Buch der ??? passend zum Thema Zirkus, Jonglierbälle zum selber basteln, Rezepte für eine Zirkusbowle, ein paar Süßigkeiten aus der Zuckerbude und noch Vieles mehr.
Natürlich durfte auch das KidsCamp Armband nicht fehlen. Pünktlich zum eigentlichen Start trudelten die Päckchen bei den Kids ein.
2021 macht der fantastische Zirkus zum Glück noch einmal halt im Distrikt 1940.

Rotaract ersetzt geschlossene Tafel

RAC Clausthal-Zellerfeld



Von Jana Bertram | RAC Clausthal-Zellerfeld

In der Corona-Krise haben viele Clubs aktiv Vereine und Tafeln unterstützt. Der RAC CLZ hat sogar kurzerhand die Lebensmittelausgabe der coronabedingt geschlossenen Tafel „Tisch Lazarus“ komplett übernommen. Als erste Nothilfe für die Betroffenen wurden Einkaufsfahrten durchgeführt. Von Rotary und Diakonie konnten 800 Euro organisiert werden, mit denen eine erste Notration an Lebensmitteln von circa 30 Helfern ausgeliefert werden konnte. Parallel erfolgte die Planung einer regulären Ausgabe von Lebensmittelspenden. Ein neuer Ort wurde in einer geschlossenen Studentenbar gefunden. Mithilfe des Ordnungsamtes konnte hier eine nahezu kontaktlose Abholung ermöglicht werden. Zur Abholung der gespendeten Lebensmittel konnten die Mitglieder glücklicherweise den Anhänger des Urlaubskinder e. V. nutzen. Ein fester Helferstamm aus 13 Leuten übernahm das Einsammeln und Sortieren sowie die Ausgabe der Lebensmittel. Die umliegenden Orte wurden dabei aufgrund der eingeschränkten Busverbindungen auch weiterhin beliefert.
Mitte März begannen die Rotaracter mit der Nothilfe, die improvisierte Ausgabe dauert nun schon über zwei Monate an. Insgesamt werden rund 130 Personen
mit Lebensmitteln versorgt. Geplant ist, die Ausgabe Mitte Juni wieder an Lazarus zu übergeben – allerdings weiterhin mit personeller Unterstützung des Clubs.





Die Einkaufsfahrten

Rotaract / Rotary: Online-Bierprobe via Zoom im Distrikt 1841

KEMPTEN ALLGÄU

Auch in Corona-Zeiten kann
Stammtischatmosphäre aufkommen

Von Kerstin Duchardt | RC Kempten


Zur ersten gemeinsamen Rotaract- und Rotary-OnlineBierprobe Mitte Mai fanden sich circa 60 bierliebende Menschen zusammen, um ein zuvor per Post erhaltenes Bierpaket unter Anleitung eines Biersommeliers der Organisation Quartiermeister zu verkosten. Von Hamburg bis zum Allgäu und über die Grenzen hinweg bis nach Österreich und in die Schweiz reichte die Schar, die sich auf Einladung des Rotaract Clubs Kempten Allgäu und des Rotary E-Clubs Bavaria International der Biermarke Quartiermeister aus Berlin annäherte. Quartiermeister ist eine Biermanufaktur, die ihre Gewinne nutzt, um regionale Sozialprojekte zu finanzieren. Sie ist gemeinwohlorientiert und steht für Nachhaltigkeit und Bioprodukte. Sechs unterschiedliche Sorten wurden im Rahmen der Probe verkostet. Besonders gut – und in gewisser Weise auch wider Erwarten – geschmeckt hat allen das alkoholfreie Bier. Die Brauerei nutzt eine neuartige Braumethode, bei der durch eine besondere Hefe bei der Vergärung des Zuckers erst gar kein Alkohol entsteht. Der Maltosezucker verbleibt dadurch im Bier, wodurch es einen sehr gehaltvollen Geschmack
erhält.
Zeitgleich konnte auf der Website des Rotary E-Clubs Bavaria International Geld für die Unterstützung der KidsCamps im Distrikt 1841 gespendet werden. Unglaubliche 2.140 Euro kamen binnen zweier Stunden während der Bierprobe zusammen. Es war sehr interessant, über die verschiedenen Biere informiert zu werden. Wir alle hatten viel Spaß! Die pro Bierpaket zusätzlich bezahlten neun Euro gehen an Quartiermeister, um weitere soziale Projekte zu unterstützen. Ohne Covid-19 hätte solch eine Online-Bierprobe wahrscheinlich nicht stattgefunden. Es gibt also auch positive Aspekte am Shutdown

1MillionTrees – Start-up Mentality meets Bundessozialaktion

RAC Marburg

Wie pflanzt man eigentlich an einem Tag 1 Million Bäume? Mit dieser scheinbar unlösbaren Aufgabe startete der
Distrikt 1820 in 2019 in seine Rotaract-Klassenfahrt.
Das Ergebnis sind drei Schritte. 1. Gründe eine TreeFamily, in der jeder ihr/sein eigenes Baumpflanz- oder Fundraising-Sozialprojekt durchführt. Jeder, der/die mitmacht, wird Teil der Familie und kann gleichberechtigt Ideen einbringen und umsetzen. 2. Entwickle eine Plattform, auf welcher alle Aktionen registriert werden und die zusätzlich ermöglicht, in über 60 Projekten auf der Welt Bäume zu pflanzen. 3. Skaliere die registrierten Spenden mithilfe von Rotary-Grants, sodass aus jedem Euro bis zu vier Euro werden können.
Aber warum pflanzen wir eigentlich Bäume? Und was hat das mit Start-up Mentality zu tun? Eine Studie hat belegt, dass die weltweite Aufforstung von Wäldern auf einer Fläche von einer Milliarde Hektar möglich wäre. Hierdurch könnten zwei Drittel der vom Menschen verursachten CO2-Emissionen gebunden und der Klimawandel nachhaltig gestoppt werden, ohne dass auch nur einer etwas im Alltag verändern müsste. Wir möchten aktivieren statt missionieren! Und wie machen wir das? Mit Start-up Mentality, einer Prise Feenstaub und einer gehörigen Portion Outside-the-Box-Thinking. Wir wollen wissen, was euch in euren Clubs beschäftigt und wie ihr mit neuen Ansätzen Probleme löst. Gleichzeitig möchten wir als Ideengeberinnen und Sparringspartner*innen für euch aktiv werden. Sicher habt ihr auch schon von unserer Samenspende, der Tree-Hero-Konferenz mit vielen hochkarätigen deutschen Start-ups oder unserem Sustainival gehört. Also werdet selbst Teil der Family und lasst uns die Welt ein kleines bisschen smarter und nachhaltiger machen!