Rosine? Nein Rosyne!

Michael Pautzke ist Gründer des „Rosyne Preis“. Wir haben mit ihm über die Vergabe des Preises gesprochen.

Von Wiebke Schreiber | Ressort Redaktion

Kurze Vorstellung:
Prämiert wird die beste Idee für ein gemeinsames regionales Projekt von Rotary und Rotaract. Der Anstoß dazu darf ruhig auch von Rotariern stammen. Preisempfänger jedoch ist der in das Projekt einbezogene Rotaract-Club! Insgesamt wurde der Preis bereits 8 mal vom Ehepaar Pautzke vergeben.
Michael Pautzke ist seit 1981 Rotarier und war 2008/2009 Governor, und später
dann Sprecher des Deutschen Governorrats und Rotary Coordinator für die Zone 14 und Teilen
von Zone 19.

Woher kommt der Name?
Bei der ersten Rotaract Deuko in Kaufbeuren waren ich und meine Frau begeistert von der Kreativität der Rotaracter und haben uns Gedanken gemacht, wie wir die Rotaracter gerne unterstützen wollen.
Die Namensidee kam von Norbert Meik, der zu der Zeit Beauftragter für Rotaract war. Rosyne steht dabei für Rotary und Rotaract Synergie

Wie kam es dazu den Preis zu stiften?
Wir sehen Rotaract als Partner von Rotary und nicht als Jugendorganisation.
Beide Seiten sollten von einer Partnerschaft, also von den Ideen und Synergien profitieren. Die Rotaracter wissen oft genau, wo Hilfe benötigt wird. Auch bei Projekten, die vielleicht etwas weniger im öffentlichen Bewusstsein sind. Und diese Wertschätzung wollen wir gerne fördern.

Ursprünglich sollte der Preis alle 2 Jahre vergeben werden, mit einem Preisgeld von 3000 €. Das Problem hierbei, war allerdings dass durch die wechselnden Personen in den Ämtern der Preis immer wieder neu ins Bewusstsein gerufen werden musste. Susanne Jork hat daher vorgeschlagen, das Geld aufzuteilen und den Preis dafür jedes Jahr zu vergeben. Wir haben uns dann entschlossen das Preisgeld auf 2000€ aufzustocken.

Wer kann sich einfach jeder bewerben?
Rotary neigt dazu sich mit Hands-on Projekten schwer zu tun oder pflegt nur langfristige Beziehungen. Rotaracter haben eher neue Ideen und bringen schnell was auf die Beine. Wir möchten mit dem Preis diese Verbindung unterstützen. Der Geist kommt von Rotaract und das Geld von Rotary. Von daher kann sich jedes Projekt bewerben, bei dem Rotaract und Rotary zusammenarbeiten.

Wie läuft die Bewerbung ab?
Die Bewerbungen werden bei den Beauftragten für Rotaract im Deutschen Govenorrat gesammelt. Aktuell ist das Susanne Jork. Sie sammelt die Bewerbungen und leitet sie gesammelt an uns weiter. Zu dritt entscheiden wir dann über die Vergabe des Preises.

Tipps wie die Bewerber euch überzeugen können?
Schwierig das immer so zu begrenzen. Über die Jahre haben wir viele gute Ideen gesehen. Ein bestimmtes Herzensthema haben wir dabei nicht. Wichtig ist uns aber immer, dass die Idee wirklich kreativ ist und besonders die Zusammenarbeit klappt. Wichtig ist uns natürlich, dass das Projekt auch andere Clubs zum Nachahmen oder neuen Ideen inspiriert.

Welches welches Projekte ist dir am besten im Gedächtnis geblieben?
Vergabe 2019 in München:
Die Rotaracter haben festgestellt, dass das Streuobst auf den Wiesen nicht eingesammelt wir und dort einfach vergammelt. Dabei kann man die Früchte noch verwenden, um zum Beispiel Saft oder Most zu machen. Genau darauf hat das Projekt abgezielt und das Ergebnis an Schulen und Altersheime verteilt. Ich hätte mir vielleicht gewünscht, dass das Projekt etwas mehr publik geworden wäre.

Wie würdest du dir die Zukunft des Preises wünschen?
Für die Zukunft wünsche ich mir, dass die Projekte stark im Gedächtnis bleiben. Die Projekte sollen veröffentlicht werden und gewürdigt werden. Andere Clubs sollen sich davon inspirieren lassen und animiert werden selbst ähnliche Projekte auf die Beine zustellen. Besonders würde ich mich freuen, wenn die Ideen auch außerhalb von Rotaract Anerkennung finden.

Foto: Hinz Media

Die digitale DeuKo

DeuKo 2020

Eine Deutschlandkonferenz („DeuKo“), auf der man sich weder verkatert noch völlig übermüdet Samstagmorgen ins Plenum schleppt? Was nach einem Märchen klingt, ist am ersten Aprilwochenende tatsächlich passiert
– mit ein paar bestätigten Ausnahmen, was den Kater angeht, unter anderem aus dem Distrikt 1841.

Von Mira Oelmayer | Ressort Redaktion

Für viele Rotaracter*innen ist die DeuKo das Highlight eines Rotaract-Jahres. Man kommt dort zusammen, tauscht sich aus, diskutiert, feiert und tanzt und verfolgt ein gemeinsames Ziel: unsere Organisation weiterzubringen.

Leider konnten wir uns dafür dieses Jahr nicht persönlich treffen, aber die erste Online-DeuKo in der Geschichte von Rotaract Deutschland hat dennoch eine gute Plattform geboten, um Anträge zu besprechen, das neue RDK zu wählen, über großartige Projekte informiert zu werden und vieles mehr.

Wie wichtig das Event ist, war auch daran zu erkennen, dass stets um die 450 Personen bei Zoom dabei waren und um die 150 Personen das Geschehen auf Facebook verfolgt haben.

Als kleines Highlight war Holger Knaack, incoming Präsident von Rotary International, zu Gast und beantwortete einige Fragen, welche den Rotaracter*innen auf dem Herzen lagen.

Die Online-DeuKo hat bewiesen, dass bei Rotaract innerhalb kürzester Zeit Großes auf die Beine gestellt werden kann.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle Beteiligten, die in den letzten Tagen und Wochen alles gegeben haben, um die Online-DeuKo zu ermöglichen! Jetzt sind wir auf jeden Fall bestens gewappnet für das kommende rotarische Jahr.

Foto: David Aulenkamp

Interact – Unsere Zukunft in Skyblue

Interact

Die Geschichte beginnt im Jahr 1962: In Melbourne, Florida, wird der erste Interact Club gegründet. Fünfeinhalb Jahre, bevor Rotaract das Licht der Welt erblicken wird, ensteht ein Projekt, was heute zu einer der größten Jugendorganisationen der Welt herangewachsen ist. Über 400.000 Interacter von 12 bis 18 Jahren engagieren sich in rund 20.000 Clubs weltweit – das sind Zahlen, auf die Rotaract ein bisschen neidisch sein kann.

Von Niklas Wiskandt | RAC Duisburg – Niederrhein

Gut zwanzig Jahre später erreichte Interact schließlich Deutschland: Der Interact Club Mainz ging 1983 an den Start. Einige weitere Clubs folgten, doch ganz im Gegensatz zu vielen anderen Ländern der Welt, in denen Interact floriert, wurde es hier bei uns nie so groß wie Rotaract.

Aber es tut sich etwas: In den letzten Jahren kamen viele neue Clubs hinzu, sodass derzeit gut dreißig Interact Clubs in fast allen deutschen Distrikten aktiv sind.

Interact teilt sich mit Rotaract das Kult-Motto „Lernen, Helfen, Feiern“. Interacter sind jünger als Rotaracter, gehen noch zur Schule und haben deshalb nicht die gleichen Möglichkeiten wie wir – und doch: Sie treffen sich regelmäßig zum Meeting, sie halten Vorträge, besichtigen Firmen, stellen Kauf-eins-mehr-Aktionen auf die Beine, helfen Kindern in Not, organisieren Charterfeiern und besuchen Interact-Freunde in anderen Ländern.

Sie tun also ziemlich genau das, was auch Rotaract ausmacht.

Deshalb ist es gar nicht verwunderlich, dass viele Interact Clubs eng mit den Rotaract Clubs vor Ort zusammenarbeiten, Projekte unterstützen, und am Ende auch für Nachwuchs sorgen.

Im Club des Autors dieses Artikels ist gerade schon das dritte Jahr in Folge ein ehemaliger Interacter Präsident.
Zufall? Sicherlich nicht.

Foto: Hans Näscher

Ganz 1830 geht auf Spurensuche

KidsCamp Distrikt 1830

Nachdem der Königin des Gaffenbergs ihr wertvoller Schatz gestohlen wurde, bat sie die Teilnehmer des Zeltlagers um Hilfe. Ausgestattet mit einem Agentenausweis, einer Lupe und einem Spürhund mussten die 70 Kinder und 60 Helfer auf dem Heilbronner Gaffenberg die Ermittlungen aufnehmen.

Von Julius Theodor Schölkopf | RAC Ludwigsburg

Um den Dieb innerhalb von vier Tagen zu finden, mussten die Teilnehmer ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Am Lagerfeuer diskutierten die Zelte ihre Lösungsansätze für die Suche des Diebes.
Um fit für die anstehende Suche zu sein, wurde nicht nur in der Kletterhalle fleißig geklettert, sondern auch mit der American Football Mannschaft der Stuttgarter Scorpions trainiert. Zudem kamen den Kinder unter anderem die Polizei, die Spurensicherung und die Feuerwehr zu Hilfe. Diese eilten schnell herbei und gaben den Kindern wertvolle Tipps auf den Weg mit. Es wurden Fingerabdrücke gesammelt und verglichen, Sprints in schusssicheren Westen mit Helm geübt und verdächtige Helfer ausspioniert.
Die Spurensuche führte die Kinder an verschiedenen Stationen quer über den Zeltplatz und durch den Heilbronner Stadtwald. Es mussten schwierige Rätsel gelöst und die Geschicklichkeit unter Beweis gestellt werden. Eine besondere Herausforderung war die Ermittlung der Koordinaten des Verstecks des Diebes.
Die mutigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des zwölften KidsCamps auf dem Gaffenberg lösten die Herausforderungen hervorragend und der Dieb konnte gefasst werden. Obwohl der Täter kurz vor dem Ende des Camps gefasst werden konnte, waren die Kinder und Helfer traurig über das Ende des Camps. Im Abschiedskreis flossen sowohl bei den Helfern, als auch den Kindern wieder die Tränen.
Foto: Julius Theodor Schölkopf

Erste RDK-Sitzung in Mannheim

Rotaract Deutschland Komitee 2019/20

Anfang August trafen sich über 80 Mitglieder der Ressorts und Distrikte von Rotaract Deutschland zur ersten RDK-Sitzung des rotarischen Jahres 19/20 in Mannheim.

Von Nora Sophie Görzel | RAC Bonn

Da die Rotaracter aus ganz Deutschland anreisten, startete die Gruppe Freitagabend mit einem gemeinsamen Picknick in das Wochenende.
Am nächsten Morgen, nachdem der diesjährige RDK-Vorsitzende Henrik Thiele alle Mitglieder des Rotaract Deutschland Komitee 19/20 begrüßt und seine Agenda vorgestellt hat, begann die eigentliche RDK-Sitzung.
Anschließend trainierte das Ressort Innere Kommunikation das Kommunikationsverhalten der Teilnehmer auf spielerische Weise mit einer Runde „Eins, zwei oder drei“. Dabei sollten gegebenen Situationen aus dem rotaractischen Alltag die korrekten Kommunikationskanäle (z.B. E-Mail, WhatsApp, Telefon etc.) zugeordnet werden.
In einem weiteren Workshop des Ressorts Öffentlichkeitsarbeit ging es um Leitfäden und Kommunikationswerkzeuge, die den Distrikten und Clubs zur Verfügung stehen. Besonders der „Instagram Takeover“ soll demnächst vermehrt zum Einsatz kommen.
Im Anschluss an das straffe Programm führte ein Rotaracter das RDK durch seine Wahlheimat zum wohl verdienten Feierabend Bier.
Am Sonntag stand unter anderem Interact auf dem Programm mit Vertiefung auf die Rolle, die Rotaract gegenüber den Clubs einnehmen soll. Darüber hinaus wurden die Arbeitsgruppen fürs kommende Jahr beschlossen und die BuSo 17x Zukunft, welche sich mit den Sustainable Development Goals der Vereinten Nation auseinander setzt, wurde nochmal für alle Teilnehmenden in großer Runde erörtert.
Und damit ging die erste RDK-Sitzung diesen Jahres auch schon zu Ende.
Foto: Julius Theodor Schölkopf

Wie stellst du dir unsere Welt im Jahre 2030 vor?

Bundessozialaktion

Das haben sich auch die Vereinten Nationen gefragt. Ihre Antwort sind 17 globale Ziele für die nachhaltige Zukunft unserer Gesellschaft. Nachhaltig? Was bedeutet das eigentlich genau? Warum ist eine “nachhaltige Entwicklung” unserer Gesellschaft so wichtig? Und was können wir – als junge Generation, aber auch konkret als Rotaract Deutschland – dazu beitragen?
Diesen Fragen wollen wir uns mit “17x Zukunft”, der Bundessozialaktion 2019/20, widmen.

Von Laura Rupenow | RAC Greifswald

Im Jahre 2000 wurden nach dem bis dahin größten UN-Gipfeltreffen die Millenniumsentwicklungsziele (MDGs) formuliert, auf deren Grundlage auch die Arbeit von Rotary und Rotaract fußt. Nach einer Überprüfung der Erfolge im Bereich der nachhaltigen Entwicklung, wurde 2015 eine neue Agenda in diesem Bereich verabschiedet: Die Agenda 2030. Sie enthält unter anderem 17 konkrete Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs = Sustainable Development Goals) unserer Welt.
Der Begriff „Nachhaltigkeit“, der seinen Ursprung in der Forstwirtschaft hat, greift heute viel weiter. Das Konzept der Nachhaltigkeit beschreibt eine zukunftsfähige Lebens- und Handlungsweise einer Gesellschaft, bei der Ökonomie, Ökologie und Soziales miteinander im Einklang stehen. Nachhaltig leben, heißt gerecht leben – für alle, auch die Generationen von morgen.
Wir sind der Meinung, dass es in unserer Verantwortung als Rotaract Deutschland liegt, zur Erreichung der 17 Nachhaltigkeitsziele beizutragen und darüber aufzuklären. Die Kernaktion der BuSo wird der „SDG-Run“ sein, ein Spendenlauf mit und für die SDGs. Für weitere Infos, schaut in unseren Leitfaden!
Foto: Julius Schölkopf

Neues Jahr, neues DETS, neues RDK

RDK 2019/2020

Neues Jahr, neues DETS, neues RDK

Mit jedem neuen Clubjahr beginnt auch für ein neues Rotaract Deutschland Komitee (RDK) die Amtszeit. Beim District Elect Training Seminar (DETS) treffen sich die Distrikt- und Ressortteams zur Vorbereitung des kommenden Clubjahrs, um die Rotaract Clubs von Beginn an bestmöglich zu unterstützen. Die Planung und Ausgestaltung des rotarischen Jahres, der Austausch untereinander und die Gemeinschaft aller Teams im Rotaract Deutschland Komitee (RDK) stehen dabei im Vordergrund. Dazu trafen sich das bestehende und kommende RDK am 2. Maiwochenende im thüringischen Lauterbach auf einer weit abgelegenen Jugendherberge.

Von Carsten Piesbergen | RAC Tecklenburger Land


Nach einem ersten Get-together am Freitag startete der Samstag mit einem Kommunikations-Workshop, geleitet von Rotaracterin und Kommunikationstrainerin Cynthia Schorff-Spiering. Besonders der Umgang mit Konflikten und die Schaffung von Spielregeln wurden herausgearbeitet, damit die Teams auch anspruchsvolle Phasen im Clubjahr gut bestehen.
Mit dieser Grundlage ging es in die Ausgestaltung der Ziele der einzelnen Teams. Dabei konnten die auf der DeuKo erstmalig gewählten Ressorts ‚Support‘ und ‚IT Entwicklung‘ ihre zukünftige Ausrichtung weiter ausgestalten und miteinander abstimmen.
Auch eröffnete das DETS die Gelegenheit, Schnittstellen abzusprechen und die anderen Teams über gemeinschaftliche Projekte zu informieren. So gab das Ressort Soziales einen Ausblick, wie die kommende Bundessozialaktion entlang der 17 Sustainable Development Goals der UN (SDGs) geplant und unterstützt werden kann.


Fotos: Julius Schölkopf


Abgerundet wurde das DETS mit dem Rückblick auf die DeuKo 2019 in München, den Ausblick der DeuKo 2020 in Chemnitz und die letzten Infos zur RI Convention in Hamburg. Mit diesem Wochenende ist ein RDK-Team zusammengewachsen, das mit großer Vorfreude in den Auftakt des neuen Clubjahres startet.

And the BestAct 2018/19 is…“PAUL” – the project of district 1820!