Play against Disaster

RAC Münster

Wer kennt die bekannteste grüne Kiste in der rotarischen Familie nicht? Natürlich ist damit die ShelterBox gemeint. Ein Projekt, welches seit der Gründung durch den RC Helston-Lizard im Jahr 2000, mehr als einer Million Menschen Schutz und Obdach schenken konnte.

Von Hans Näscher | RAC Münster

Egal, ob nur ein ShelterKit mit für die Katastrophe angepasstem Material wie beispielsweise einer Plane, Seilen, Werkzeug, Nägeln zum Einsatz kommt, um ein Haus zu reparieren, einen Weg aus dem Schutt zu finden und ein neues Leben zu beginnen, oder die große Box mit Kochutensilien, Zelt, Wasserfilter, Decken, einer Solarlampe und vielem mehr, um den Menschen vor Ort Hilfe und Unterstützung zu bieten und ihnen ein wenig Hoffnung zu schenken.

Unter dem Motto “Play against Disaster” möchten wir gemeinsam mit euch für die Menschen vor Ort und gegen die Vielzahl an Katastrophen spielen. Während einer Stadtrallye durch Münster werdet ihr durch verschiedenen Aufgaben mehr über die Arbeit von ShelterBox erfahren und eine Menge Spaß haben. Am Ende des Tages werden wir aus den 16 Teams, welche aus jeweils vier Leuten bestehen, den Sieger der Challenge küren.

Ziel der ShelterBox Challenge ist es, Spenden und Aufmerksamkeit für die ShelterBox zu generieren.

Die Teilnahme an der Challenge kostet pro Team 375€. Dies entspricht dem Wert einer halben ShelterBox. Dafür müsst ihr euch natürlich keine Gedanken machen, wo ihr übernachtet, was ihr am Samstag und Sonntag esst und trinkt und ihr tut obendrauf noch etwas Gutes!

Werdet kreativ! Sprecht eure Rotarier an, organisiert eine Aktion für die ShelterBox oder vielleicht schlummert auf eurem Clubkonto noch ein wenig Geld, welches für einen guten Zweck ausgegeben werden möchte.

Die etwas anderen Flügel zum Fliegen

RAC Bad Wörishofen – Mindelheim

Was passiert wenn zwei Mindelheimer Jugendorganisationen zusammenarbeiten?
Anfang Januar startete die Jugendgruppe CMI gemeinsam mit dem RAC Bad Wörishofen-Mindelheim mit einem waschechten Hands-on-Projekt ins neue Jahr. Ca. 20 Helfer*innen trafen sich im CMI-Jugendhaus und nähten knapp 100 Stoffbinden. Das klingt erstmal etwas seltsam, aber Shari, eine ehemalige Volontärin aus Südafrika, die ein Jahr in Mindelheim lebte, startete „the Menstruationproject“ in Südafrika.

Von Jasmin Nimar | RAC Bad Wörishofen – Mindelheim

Etwa 300 Mädchen haben dort die Chance monatlich mit Hygieneprodukten versorgt zu werden, was ihnen wiederum die Möglichkeit gibt, die Schule ohne Fehltage zu besuchen.

Denn was machen Mädchen und Frauen während ihrer Periode wenn sie keinen Zugang zu Hygieneprodukten haben? Richtig, sie bleiben der Schule fern oder nutzen unhygienische Stoff- oder Matratzenreste. Zum einen ist dies gefährlich für die Gesundheit der Mädchen, zum anderen haben diese immer noch mit dem Stigma der Unreinheit oder anderen Vorurteilen zu kämpfen.

Woher wir das wissen? Vor zwei Jahren nahm eine gemischte Gruppe von CMI und Rotaract Jugendlichen an einem dreiwöchigen Ferienlager in Kenia teil. Dort konnten lange Gespräche mit Stammesältesten, Lehrerinnen und Schülerinnen stattfinden. Dort wurden auch zum ersten Mal Binden für die Mädchen der „Our Lady of Orore School“ genäht.

Die Aktion mag also auf den ersten Moment erst mal seltsam klingen, aber wenn wir eine Sekunde länger darüber nachdenken, ist das Projekt umso genialer, weil mit ein paar Stoffresten die etwas anderen Flügel zum Fliegen genäht werden konnten.

Foto: Jasmin Nimar

Weihnachten auf dem geflügelten Pferd

RAC Bremen

Mitte Dezember feierten Pegasus und sein Förderverein Pegus-Bremen e.V. seine alljährliche Weihnachtsfeier. Mit dabei waren die Angestellten, die ehrenamtlichen Helfer, die zu betreuenden Kinder, deren Eltern und 6 Rotaracter vom Rotaract Club Bremen.

Von Florian Tantzen | RAC Bremen

Pegasus ist ein Angebot der Bremer Krebsgesellschaft e.V.
Hier treffen sich Kinder und Jugendliche, deren Elternteile oder Geschwister an Krebs erkrankt oder auch bereits dadurch verstorben sind. Sie können in den wöchentlichen Treffen über ihre Sorgen und Ängste reden und mit Hilfe von Musikinstrumenten ihren Gefühlen freien Lauf lassen.

Auch unterstützt Pegasus die betroffenen Eltern, um die Kinder altersgerecht über die Situation zu Hause zu informieren.

Bei der Weihnachtsfeier wurden zusammen mit den Kindern und auch einigen ihrer Eltern Weihnachtslieder gesungen, Kekse und Waffeln gebacken sowie Schneemänner aus Pfeffernüssen gebastelt. Die Rotaracter unterstützen das Team von Pegasus tatkräftig am Basteltisch, in der Küche und am Ende beim Aufräumen.

Ganz besonders in Erinnerung bleiben wird der Besuch vom Weihnachtsmann. Im Tausch gegen ein kurzes Weihnachtsgedicht oder Lied, hat er alle Anwesenden mit kleinen Geschenken und Schokolade versorgt.

Für die Kinder war der Nachmittag eine gute Möglichkeit in einem vertrauten Umfeld den nicht immer einfachen Alltag zu Hause für ein paar Stunden zu vergessen.

Für den RAC Bremen war es eine sehr gute Gelegenheit, mit wenig Aufwand ein ehrenwertes Projekt aktiv zu unterstützen, Gäste und neue Mitglieder in den Cluballtag einzubinden und seine Bekanntheit in der großen Welt der Bremer ehrenamtlichen Organisationen zu steigern.

Foto: Britta Langenbuch

A plastic Ocean – ein Filmvorführung für Schwaben

RAC Reutlingen-Tübingen

Um einen erfolgreichen Filmabend im wunderschönen Süden von Deutschland, genauer gesagt im grünen Tübingen zu gestalten, benötigt es drei Dinge: 17 Nachhaltigkeitsziele der UN, engagierte Menschen und irgendwas muss umsonst sein.

Von Alexander Maximilian Danner | RAC Reutlingen-Tübingen

1. Zum Setting:
Zusammen mit Rotary haben sich mehrere Rotaracter überlegt, was für einen Aktion zu den 17 Nachhaltigkeitszielen der UN gemacht werden kann. Relativ schnell kam die Idee auf, einen Filmabend mit einer anschließenden Diskussion durchzuführen – in Tübinger Kinos ein doch recht bekanntes Format. Die Wahl fiel auf den Film „A Plastic Ocean“.

2. Planung
Um ein solches Event zu planen bedarf es natürlich einer Handvoll Menschen, die sich um das Ganze kümmern. Danke an jeden Einzelnen, egal welchen Beitrag er für diesen Abend geleistet hat – den Lesern dieses Heftes sind die Aufgaben mehr als bekannt. Bei Fragen schreibt dem RAC Reutlingen-Tübingen.

Was kann jeder einzelne tun und was muss die Politik tun?
Mit unter anderem diesen Fragen beschäftigte sich die anschließende Podiumsdiskussion. Neben dem Moderator waren auf dem Podium eine Professorin der Environmental Systems Analysis der Uni Tübingen und ein Baden-Württembergischer Landtagsabgeordnete für Tübingen von der Partie.

3. Der Schwabentrick
In einer Stadt voller Studierender, die sich viel mit dem Thema Nachhaltigkeit in ihrem Stadtbild beschäftigt, braucht es eigentlich nur einen Trick, sodass fast 150 Menschen versuchen in ein Kino zu kommen, dass 85 Plätze hat – mach den Kinobesuch umsonst. So ein richtiger Schwabentrick ist das aber auch nicht.

Foto: Ferdinand Salomon

Und nochmal Glühwein…

RAC Paderborn

… oder zumindest fast – denn in Paderborn gibt’s traditionell Punsch mit oder ohne Alkohol und mit oder ohne Schuss auf dem Weihnachtsmarkt am neuen Platz mitten in der Stadt. Wie jedes Jahr tun sich der RC, IWC und RAC zusammen und schenken den leckersten Punsch der Stadt aus!

Von Lisa Pusch | RAC Paderborn

Auf Initiative des RC Paderborn wird der Punschstand von Ende November bis Weihnachten mit Freiwilligen kunterbunt besetzt. So tut man nicht nur etwas Gutes, sondern lernt auch neue Gesichter kennen.

Das diesjährige Spendenziel hat es in sich: Das Paderborner Frauenhaus erhält einen Anbau, der von der Stadt finanziert wird. Inneneinrichtung inkl. Möblierung für die Bewohnerinnen sind allerdings nicht Teil davon. Hier soll mit den Spendeneinnahmen aus dem Punschstand unterstützt werden!

Dass diese Unterstützung dringend notwendig ist, durften Rotarier*innen und Rotaracter*innen am 25.11. erfahren: Am Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen berichteten die Leitung des Frauenhauses in Paderborn über die alltägliche Arbeit, rechtliche Grundlagen und Probleme mit Einzelschicksalen. Ein intensiver Einblick in die so wichtige Arbeit.

Statistisch gesehen versucht jeden Tag in Deutschland ein Mann, seine Partnerin zu töten. An jedem 3. Tag gelingt es. Frauenhäuser geben Schutz, Zuflucht, Beratung und Hilfe für Frauen in Not.

Allein in NRW fehlen mehr als 1.200 Frauenhausplätze. In Paderborn selbst mussten im Jahr 2018 mehr als 130 Frauen und 320 Kindern abgewiesen auf Grund von Platzmangel – gut, dass es in Paderborn bald 5 neue Zimmer geben wird.

Foto: Rômulo Luzia

Hindernisse beim KidsCamp…

Noch bevor 60 Kinder das Camp erreichten, gab es die ersten Schäden. Schlag um Schlag prügelte Bene einen Erdnagel…

Ganz 1830 geht auf Spurensuche

KidsCamp Distrikt 1830

Nachdem der Königin des Gaffenbergs ihr wertvoller Schatz gestohlen wurde, bat sie die Teilnehmer des Zeltlagers um Hilfe. Ausgestattet mit einem Agentenausweis, einer Lupe und einem Spürhund mussten die 70 Kinder und 60 Helfer auf dem Heilbronner Gaffenberg die Ermittlungen aufnehmen.

Von Julius Theodor Schölkopf | RAC Ludwigsburg

Um den Dieb innerhalb von vier Tagen zu finden, mussten die Teilnehmer ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Am Lagerfeuer diskutierten die Zelte ihre Lösungsansätze für die Suche des Diebes.
Um fit für die anstehende Suche zu sein, wurde nicht nur in der Kletterhalle fleißig geklettert, sondern auch mit der American Football Mannschaft der Stuttgarter Scorpions trainiert. Zudem kamen den Kinder unter anderem die Polizei, die Spurensicherung und die Feuerwehr zu Hilfe. Diese eilten schnell herbei und gaben den Kindern wertvolle Tipps auf den Weg mit. Es wurden Fingerabdrücke gesammelt und verglichen, Sprints in schusssicheren Westen mit Helm geübt und verdächtige Helfer ausspioniert.
Die Spurensuche führte die Kinder an verschiedenen Stationen quer über den Zeltplatz und durch den Heilbronner Stadtwald. Es mussten schwierige Rätsel gelöst und die Geschicklichkeit unter Beweis gestellt werden. Eine besondere Herausforderung war die Ermittlung der Koordinaten des Verstecks des Diebes.
Die mutigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des zwölften KidsCamps auf dem Gaffenberg lösten die Herausforderungen hervorragend und der Dieb konnte gefasst werden. Obwohl der Täter kurz vor dem Ende des Camps gefasst werden konnte, waren die Kinder und Helfer traurig über das Ende des Camps. Im Abschiedskreis flossen sowohl bei den Helfern, als auch den Kindern wieder die Tränen.
Foto: Julius Theodor Schölkopf

Pfandtastische Glück-in-Dosen-Jacken

RAC Clausthal-Zellerfeld

Anfang Juli fand das siebente Mal das „Glück in Dosen“ auf dem Rockharz Open Air in Ballenstedt statt. Seit 2013 organisiert der RAC Clausthal-Zellerfeld dieses Projekt.

Von Jördis Sophie Krippendorff | RAC Clausthal-Zellerfeld

Mit etwa 50 Helfern auf dem Festival und zusätzlichen 30 am Sonntag konnten zwei vollgepackte LKW mit Einwegpfand gesammelt werden. Dazu kamen noch einige zerquetschte Dosen und viele Säcke mit Mehrwegpfandartikeln.
Das Prinzip ist bewährt: Die Festivalbesucher spenden ihr Pfand und der Club tun damit Gutes. Seit einiger Zeit werden auch Sticker an die Metalfans verteilt, um auf das Projekt aufmerksam zu machen.
Neu in diesem Jahr sind die Helfershirts und Jacken. Die Shirts haben dabei ein neues Design bekommen: Die altbekannte Dose und der Schriftzug wurden um ein Geweih erweitert. Das gibt dem Helfershirt einen rockigeren Look. Zusätzlich wurden den treuen Helfern, die seit mindestens 3 Jahren dabei sind, eine Glück-in-Dosen-Jacke überreicht. Diese wurden finanziell von der Rotarian Metalhead Fellowship unterstützt.
Außerdem ist neu, dass unser Projekt Glück in Dosen sich nicht mehr nur mit dem Best Act 2014 schmücken darf, sondern nun auch mit dem zweiten Platz beim B.E.S.P. 18/19, der Auszeichnung zum Best European Service Project.
Fotos: Jördis Krippendorff, Wiebke Sievers

Gruppenbild der fleißigen Helfer

Die Bienenwiese und der frisch gewartete Rasenmäher

Bundessozialaktion 2018/19: BeeAlive.

Am 18. Mai war Weltbienentag! Das haben die Mitglieder des Ressort Soziales immer wieder gesagt. Bei den Rotaractern im Süden kam natürlich der Wunsch auf, an diesem Tag eine große Aktion zu planen. Deshalb gründete der Distrikt 1841 schon vor 6 Monaten das Team für ihre Distrikt-BuSo-Aktion.

Von Jasmin Nimar | RAC Bad Wörishofen-Mindelheim

Bei einem rotarischen Freund aus dem Herzen Warmisrieds, konnten sich die Rotaracter auf insgesamt 2.000 m² austoben. Am Projekttag selbst, kamen insgesamt 25 Menschen zur Hilfe. Das schöne daran: die Helfer waren perfekt gemischt, denn es waren genauso viele rotarische wie rotaractische Freunde dabei. Es wurde gemäht, gefräst, gesät und die Wiese gewälzt, während nebenbei 15 Bienenhotels gebaut wurden. Es lagen Energie und Begeisterung in der Luft.

Nur der frisch gewartete Rasenmäher wurde richtig in die Mangel genommen. Oft scheiterte er an zu hohem Gras und mehrmals brauchte dieser eine Pause. Während dieser Pausen erstarrten alle. Kaum eine Person traute sich zu atmen. Wird er es schaffen? Oder wird der gerade erst dazugewonnenen Gast verloren werden, weil auf seiner ersten Sozialaktion sein Rasenmäher zerlegt wurde? Es sollte gut ausgehen.
Nach sechs Stunden Arbeit konnten sich die Helfer dann zufrieden bei einem Bier zusammensetzen. Die Wiese sah zwar etwas hässlich aus, so braun und ohne Gras aber in ihrer Vorstellung wuchsen schon die Blumen und Kräuter und sie konnten sich das Summen der Bienen auch schon vorstellen.
Fotos: Berna Sepetoglu