#SiberianChallenge

RAC Kassel

In diesem Jahr durften ausnahmsweise (Glück gehabt!) vier deutsche Rotaracter und ½ Ressort Internationales an einem legendären Rotaract Sibirien Trip teilnehmen.

Von Ekaterina Yurkova | RAC Kassel

Während der zwölf Tage in Russland besuchten wir ein traditionelles Dorf mit gastfreundlichen Babushkas (Omas) in Omsk und wurden dort mit einem echten Pferdeschlitten durch den Schnee gezogen.

Wir kletterten im Nationalpark in Krasnoyarsk, sahen eine Theateraufführung in Novosibirsk und bekamen die Chance, unvergessliche Ausblicke auf den Baikalsee zu genießen!

Dazwischen gab es noch viele andere Aktivitäten wie Huskie-Taxi, Banja, Shots aus dem gefrorenen Baikal See trinken, Eisklettern usw., aber sie alle aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen :-)

Wir können nur jedem empfehlen, sich für den Trip im nächsten Jahr zu bewerben und das Beste von Sibirien mit einer Rotaract-Familie selbst zu erleben!

Fotos: Carolin Christ

Play against Disaster

RAC Münster

Wer kennt die bekannteste grüne Kiste in der rotarischen Familie nicht? Natürlich ist damit die ShelterBox gemeint. Ein Projekt, welches seit der Gründung durch den RC Helston-Lizard im Jahr 2000, mehr als einer Million Menschen Schutz und Obdach schenken konnte.

Von Hans Näscher | RAC Münster

Egal, ob nur ein ShelterKit mit für die Katastrophe angepasstem Material wie beispielsweise einer Plane, Seilen, Werkzeug, Nägeln zum Einsatz kommt, um ein Haus zu reparieren, einen Weg aus dem Schutt zu finden und ein neues Leben zu beginnen, oder die große Box mit Kochutensilien, Zelt, Wasserfilter, Decken, einer Solarlampe und vielem mehr, um den Menschen vor Ort Hilfe und Unterstützung zu bieten und ihnen ein wenig Hoffnung zu schenken.

Unter dem Motto “Play against Disaster” möchten wir gemeinsam mit euch für die Menschen vor Ort und gegen die Vielzahl an Katastrophen spielen. Während einer Stadtrallye durch Münster werdet ihr durch verschiedenen Aufgaben mehr über die Arbeit von ShelterBox erfahren und eine Menge Spaß haben. Am Ende des Tages werden wir aus den 16 Teams, welche aus jeweils vier Leuten bestehen, den Sieger der Challenge küren.

Ziel der ShelterBox Challenge ist es, Spenden und Aufmerksamkeit für die ShelterBox zu generieren.

Die Teilnahme an der Challenge kostet pro Team 375€. Dies entspricht dem Wert einer halben ShelterBox. Dafür müsst ihr euch natürlich keine Gedanken machen, wo ihr übernachtet, was ihr am Samstag und Sonntag esst und trinkt und ihr tut obendrauf noch etwas Gutes!

Werdet kreativ! Sprecht eure Rotarier an, organisiert eine Aktion für die ShelterBox oder vielleicht schlummert auf eurem Clubkonto noch ein wenig Geld, welches für einen guten Zweck ausgegeben werden möchte.

Teambulding beim vegetarischen Running Dinner

RAC Erlangen

Schon zum zweiten Mal hat der Rotaract Club Erlangen am letzten Januar Wochenende ein internes Running Dinner veranstaltet. In Zweierteams wurde jeweils ein Gang zubereitet und zweimal auswärts gespeist.

Von Laura Oberbüscher | RAC Erlangen

Ganz im Sinne der diesjährigen BuSo waren vegetarische Speisen Pflicht – regionale und saisonale Produkte zu verwenden die Kür.

Von Kürbis- und Rübensalat zur Vorspeise, über Falafelwraps im Hauptgang bis hin zum mexikanischen Dessert Carlota de Limón war für jeden Geschmack etwas dabei.

In gemütlicher und ausgelassener Atmosphäre sind so nicht nur die Mitgliederinnen des Erlanger Clubs ein wenig enger zusammengewachsen, sondern haben auch allesamt ihren vegetarischen Horizont erweitert.

Zur Vorspeise gab es unter anderem Kürbis- und Rübensalat

Die etwas anderen Flügel zum Fliegen

RAC Bad Wörishofen – Mindelheim

Was passiert wenn zwei Mindelheimer Jugendorganisationen zusammenarbeiten?
Anfang Januar startete die Jugendgruppe CMI gemeinsam mit dem RAC Bad Wörishofen-Mindelheim mit einem waschechten Hands-on-Projekt ins neue Jahr. Ca. 20 Helfer*innen trafen sich im CMI-Jugendhaus und nähten knapp 100 Stoffbinden. Das klingt erstmal etwas seltsam, aber Shari, eine ehemalige Volontärin aus Südafrika, die ein Jahr in Mindelheim lebte, startete „the Menstruationproject“ in Südafrika.

Von Jasmin Nimar | RAC Bad Wörishofen – Mindelheim

Etwa 300 Mädchen haben dort die Chance monatlich mit Hygieneprodukten versorgt zu werden, was ihnen wiederum die Möglichkeit gibt, die Schule ohne Fehltage zu besuchen.

Denn was machen Mädchen und Frauen während ihrer Periode wenn sie keinen Zugang zu Hygieneprodukten haben? Richtig, sie bleiben der Schule fern oder nutzen unhygienische Stoff- oder Matratzenreste. Zum einen ist dies gefährlich für die Gesundheit der Mädchen, zum anderen haben diese immer noch mit dem Stigma der Unreinheit oder anderen Vorurteilen zu kämpfen.

Woher wir das wissen? Vor zwei Jahren nahm eine gemischte Gruppe von CMI und Rotaract Jugendlichen an einem dreiwöchigen Ferienlager in Kenia teil. Dort konnten lange Gespräche mit Stammesältesten, Lehrerinnen und Schülerinnen stattfinden. Dort wurden auch zum ersten Mal Binden für die Mädchen der „Our Lady of Orore School“ genäht.

Die Aktion mag also auf den ersten Moment erst mal seltsam klingen, aber wenn wir eine Sekunde länger darüber nachdenken, ist das Projekt umso genialer, weil mit ein paar Stoffresten die etwas anderen Flügel zum Fliegen genäht werden konnten.

Foto: Jasmin Nimar

Weihnachten auf dem geflügelten Pferd

RAC Bremen

Mitte Dezember feierten Pegasus und sein Förderverein Pegus-Bremen e.V. seine alljährliche Weihnachtsfeier. Mit dabei waren die Angestellten, die ehrenamtlichen Helfer, die zu betreuenden Kinder, deren Eltern und 6 Rotaracter vom Rotaract Club Bremen.

Von Florian Tantzen | RAC Bremen

Pegasus ist ein Angebot der Bremer Krebsgesellschaft e.V.
Hier treffen sich Kinder und Jugendliche, deren Elternteile oder Geschwister an Krebs erkrankt oder auch bereits dadurch verstorben sind. Sie können in den wöchentlichen Treffen über ihre Sorgen und Ängste reden und mit Hilfe von Musikinstrumenten ihren Gefühlen freien Lauf lassen.

Auch unterstützt Pegasus die betroffenen Eltern, um die Kinder altersgerecht über die Situation zu Hause zu informieren.

Bei der Weihnachtsfeier wurden zusammen mit den Kindern und auch einigen ihrer Eltern Weihnachtslieder gesungen, Kekse und Waffeln gebacken sowie Schneemänner aus Pfeffernüssen gebastelt. Die Rotaracter unterstützen das Team von Pegasus tatkräftig am Basteltisch, in der Küche und am Ende beim Aufräumen.

Ganz besonders in Erinnerung bleiben wird der Besuch vom Weihnachtsmann. Im Tausch gegen ein kurzes Weihnachtsgedicht oder Lied, hat er alle Anwesenden mit kleinen Geschenken und Schokolade versorgt.

Für die Kinder war der Nachmittag eine gute Möglichkeit in einem vertrauten Umfeld den nicht immer einfachen Alltag zu Hause für ein paar Stunden zu vergessen.

Für den RAC Bremen war es eine sehr gute Gelegenheit, mit wenig Aufwand ein ehrenwertes Projekt aktiv zu unterstützen, Gäste und neue Mitglieder in den Cluballtag einzubinden und seine Bekanntheit in der großen Welt der Bremer ehrenamtlichen Organisationen zu steigern.

Foto: Britta Langenbuch

Ab in die Wanne

RAC Paderborn

Ostwestfalen-Lippe ist das Land der sogenannten „Hidden Champions“ – viele Unternehmen haben hier ihren Firmensitz, obwohl man es gar nicht weiß. Bette ist ein solches produzierendes Unternehmen. Seit 1952 werden in Delbrück bei Paderborn Design Badewannen, Duschwannen und Waschtische hergestellt. Grund genug, sich diesen Betrieb mal genauer anzusehen – das fanden zumindest die Paderborner Rotaracter*innen. Dank des RAC-Beauftragten vom RC Paderborn, kam der Kontakt zustande und auch er war bei der Werkstour mit dabei.

Von Lisa Pusch | RAC Paderborn

Los ging es mit einem kurzen Vortrag zum Familienunternehmen selbst, der Geschichte und den Highlights in Materialentwicklung und Design.

Anschließend wurden die Produktion, die Manufaktur und die Emaillierungsanlange besichtigt: Von der Rohstahlplatte zum fertig emaillierten Badezimmerprodukt ging es vorbei an Produktionsstraßen, freundlichen Mitarbeitenden der Spätschicht, „fliegenden Badewannen“ inklusive beinahe Kollisionen, dem Farbenlager, Brennöfen und der Verpackungsstation.

Bette ist spezialisiert auf Produkte mit hohem Innovations- und Designanspruch, die nach Kundenwünschen individuell angefertigt werden können. Dies konnten die Rotaracter*innen aus Paderborn bestätigen: In der Produktion fuhren verschieden große Produkte unterschiedlicher Modelle in zahlreichen Farben an ihnen vorbei.

Ein abschließender Snack mit intensiver Diskussion rund um das Baden, auch in Zeiten des Klimawandels, rundete die Besichtigung ab. Merke: Man sollte mal wieder öfter in die Wanne steigen!

Foto: Katrin Köhler

A plastic Ocean – ein Filmvorführung für Schwaben

RAC Reutlingen-Tübingen

Um einen erfolgreichen Filmabend im wunderschönen Süden von Deutschland, genauer gesagt im grünen Tübingen zu gestalten, benötigt es drei Dinge: 17 Nachhaltigkeitsziele der UN, engagierte Menschen und irgendwas muss umsonst sein.

Von Alexander Maximilian Danner | RAC Reutlingen-Tübingen

1. Zum Setting:
Zusammen mit Rotary haben sich mehrere Rotaracter überlegt, was für einen Aktion zu den 17 Nachhaltigkeitszielen der UN gemacht werden kann. Relativ schnell kam die Idee auf, einen Filmabend mit einer anschließenden Diskussion durchzuführen – in Tübinger Kinos ein doch recht bekanntes Format. Die Wahl fiel auf den Film „A Plastic Ocean“.

2. Planung
Um ein solches Event zu planen bedarf es natürlich einer Handvoll Menschen, die sich um das Ganze kümmern. Danke an jeden Einzelnen, egal welchen Beitrag er für diesen Abend geleistet hat – den Lesern dieses Heftes sind die Aufgaben mehr als bekannt. Bei Fragen schreibt dem RAC Reutlingen-Tübingen.

Was kann jeder einzelne tun und was muss die Politik tun?
Mit unter anderem diesen Fragen beschäftigte sich die anschließende Podiumsdiskussion. Neben dem Moderator waren auf dem Podium eine Professorin der Environmental Systems Analysis der Uni Tübingen und ein Baden-Württembergischer Landtagsabgeordnete für Tübingen von der Partie.

3. Der Schwabentrick
In einer Stadt voller Studierender, die sich viel mit dem Thema Nachhaltigkeit in ihrem Stadtbild beschäftigt, braucht es eigentlich nur einen Trick, sodass fast 150 Menschen versuchen in ein Kino zu kommen, dass 85 Plätze hat – mach den Kinobesuch umsonst. So ein richtiger Schwabentrick ist das aber auch nicht.

Foto: Ferdinand Salomon

Und nochmal Glühwein…

RAC Paderborn

… oder zumindest fast – denn in Paderborn gibt’s traditionell Punsch mit oder ohne Alkohol und mit oder ohne Schuss auf dem Weihnachtsmarkt am neuen Platz mitten in der Stadt. Wie jedes Jahr tun sich der RC, IWC und RAC zusammen und schenken den leckersten Punsch der Stadt aus!

Von Lisa Pusch | RAC Paderborn

Auf Initiative des RC Paderborn wird der Punschstand von Ende November bis Weihnachten mit Freiwilligen kunterbunt besetzt. So tut man nicht nur etwas Gutes, sondern lernt auch neue Gesichter kennen.

Das diesjährige Spendenziel hat es in sich: Das Paderborner Frauenhaus erhält einen Anbau, der von der Stadt finanziert wird. Inneneinrichtung inkl. Möblierung für die Bewohnerinnen sind allerdings nicht Teil davon. Hier soll mit den Spendeneinnahmen aus dem Punschstand unterstützt werden!

Dass diese Unterstützung dringend notwendig ist, durften Rotarier*innen und Rotaracter*innen am 25.11. erfahren: Am Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen berichteten die Leitung des Frauenhauses in Paderborn über die alltägliche Arbeit, rechtliche Grundlagen und Probleme mit Einzelschicksalen. Ein intensiver Einblick in die so wichtige Arbeit.

Statistisch gesehen versucht jeden Tag in Deutschland ein Mann, seine Partnerin zu töten. An jedem 3. Tag gelingt es. Frauenhäuser geben Schutz, Zuflucht, Beratung und Hilfe für Frauen in Not.

Allein in NRW fehlen mehr als 1.200 Frauenhausplätze. In Paderborn selbst mussten im Jahr 2018 mehr als 130 Frauen und 320 Kindern abgewiesen auf Grund von Platzmangel – gut, dass es in Paderborn bald 5 neue Zimmer geben wird.

Foto: Rômulo Luzia

Interact – Unsere Zukunft in Skyblue

Interact

Die Geschichte beginnt im Jahr 1962: In Melbourne, Florida, wird der erste Interact Club gegründet. Fünfeinhalb Jahre, bevor Rotaract das Licht der Welt erblicken wird, ensteht ein Projekt, was heute zu einer der größten Jugendorganisationen der Welt herangewachsen ist. Über 400.000 Interacter von 12 bis 18 Jahren engagieren sich in rund 20.000 Clubs weltweit – das sind Zahlen, auf die Rotaract ein bisschen neidisch sein kann.

Von Niklas Wiskandt | RAC Duisburg – Niederrhein

Gut zwanzig Jahre später erreichte Interact schließlich Deutschland: Der Interact Club Mainz ging 1983 an den Start. Einige weitere Clubs folgten, doch ganz im Gegensatz zu vielen anderen Ländern der Welt, in denen Interact floriert, wurde es hier bei uns nie so groß wie Rotaract.

Aber es tut sich etwas: In den letzten Jahren kamen viele neue Clubs hinzu, sodass derzeit gut dreißig Interact Clubs in fast allen deutschen Distrikten aktiv sind.

Interact teilt sich mit Rotaract das Kult-Motto „Lernen, Helfen, Feiern“. Interacter sind jünger als Rotaracter, gehen noch zur Schule und haben deshalb nicht die gleichen Möglichkeiten wie wir – und doch: Sie treffen sich regelmäßig zum Meeting, sie halten Vorträge, besichtigen Firmen, stellen Kauf-eins-mehr-Aktionen auf die Beine, helfen Kindern in Not, organisieren Charterfeiern und besuchen Interact-Freunde in anderen Ländern.

Sie tun also ziemlich genau das, was auch Rotaract ausmacht.

Deshalb ist es gar nicht verwunderlich, dass viele Interact Clubs eng mit den Rotaract Clubs vor Ort zusammenarbeiten, Projekte unterstützen, und am Ende auch für Nachwuchs sorgen.

Im Club des Autors dieses Artikels ist gerade schon das dritte Jahr in Folge ein ehemaliger Interacter Präsident.
Zufall? Sicherlich nicht.

Foto: Hans Näscher

Mein letztes Jahr als Rotaracter

RAC Augsburg

Diese war relativ kurz, dafür aber ziemlich intensiv.

Ich bin erst Ende 2017 Mitglied im RAC Augsburg geworden, wurde dann direkt im Clubjahr 18/19 zum Schatzmeister und bin nun Präsident und Mitglied im RDK Ressort Finanzen & Versicherung.

Mein letztes Jahr ist alles andere als langweilig: neben dem Club-Alltag hatten wir gerade das RDK zu Gast und planen für 2020 unsere 35-Jahr-Charter.

Leider gibt es einiges, was ich in meiner aktiven Zeit nicht mehr schaffen werde. So war es mir beruflich nie möglich, mir die Zeit für unsere KidsCamps zu nehmen. Auch hätte ich gerne mehr internationale Veranstaltungen besucht.

Wie es nach meiner aktiven Zeit weitergeht, wird sich zeigen. Aber bloß, weil man 30 wird, ist man ja nicht aus der Welt.

Foto: Jan Münch