Wo Ideen Wurzeln schlagen –Aktionstag auf dem Permakulturhof
In einer Handvoll gesunden Bodens sind mehr Lebewesen als Menschen auf der Erde.
Von Mareike Heger | RAC Hannover

Einsatz auf dem Feld; Bild: Mareike Heger
Dieses Wissen haben wir vom Hof am Moore in Burgdorf mitgenommen – einem Ort, der seit 2021 Schritt für Schritt nach den Prinzipien der Permakultur gestaltet wird. Vor Ort haben wir gelernt, wie Permakultur in der Landwirtschaft funktioniert – mit Beeten, Feldern und Tieren, die in Kreisläufen zusammenwirken – und dass dieser Ansatz weit darüber hinausgeht und sich auf viele weitere Lebens- und Arbeitsbereiche übertragen lässt.
Permakultur bedeutet, Systeme so zu gestalten, dass sie dauerhaft tragfähig und belastbar sind. Das gilt für den Hof, lässt sich aber auch im Club anwenden: Ressourcen bewusst nutzen, Strukturen schaffen, die sich selbst erhalten, und Vielfalt fördern, um lebendige und nachhaltige Gemeinschaften aufzubauen.
Natürlich packten wir auch praktisch mit an: Auf dem Feld ernteten wir Zwiebeln und Knoblauch für die Winterlagerung und genossen beim gemeinsamen Mittagessen die hofeigenen Produkte – frisch, saisonal, regional. Bei einem Abstecher zu den Hühnern lernten wir, wie zutraulich und neugierig die Tiere sind, und ein Besuch bei den Pferden zeigte uns, wie holistisches Weidemanagement die natürliche Herdenbewegung nachahmt, um Bodenfruchtbarkeit, Pflanzenwachstum und Tierwohl zu fördern.
So wurde aus einem Aktionstag nicht nur ein Kennenlernen, sondern ein fruchtbarer Boden für zukünftige Zusammenarbeit.